Bürgerstiftung

Mudau

Mariensäule


Ein Zeichen echten Bürgersinns gesetzt 

Anlässlich der Fertigstellung der Sanierungsarbeiten an der Mariensäule im Ortskern von Mudau trafen sich am späten Montagnachmittag die Initiatoren, Geldgeber, Helfer und Restauratoren zu einer kleinen Feierstunde. Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger dankte dabei allen Beteiligten für die Unterstützung und Mithilfe. Damit sei erneut ein Zeichen echten Bürgersinns gesetzt worden. Die Idee des Mudauer Ortsvorstehers Kurt Müller, die Mariensäule herzurichten sei dankenswerter Weise von der Bürgerstiftung mit Roland Grimm an der Spitze aufgegriffen worden, freute sich der Bürgermeister. Sie habe auch mit der Durchführung eines Schlachtfestes dafür gesorgt, dass das nötige Geld eingegangen ist und man mit den Kosten in Höhe von rund 3 200 Euro zurecht kam. Dank sagte Dr. Rippberger auch Dr. Claudia Baer-Schneider vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat Denkmalpflege, mit der Umfang und Vorgehensweise der Sanierungsarbeiten festgelegt wurden. Ein herzliches Dankeschön hörten auch alle, die die Arbeiten ausgeführt haben: die Künstler Ralf Drolshagen (Sandsteinarbeiten), Markus Schmidgall und Tatjana Issing (Kirchenmaler und Restauratoren), aber auch die heimischen Künstler und Handwerker Karlheinz Gräber und Malermeister Willi Kraft, die ihr Können miteingebracht haben. Eine solch gute Zusammenarbeit sei nicht alltäglich und beispielgebend. Das Ergebnis sei beeindruckend, so der Bürgermeister, der an Lob für den an den Tag gelegten Bürgersinn nicht sparte. Der Bürgerstiftung galt Dank für das Geld und das Engagement, der Kolpingfamilie unter der Regie von Günter Hört und Gerhard Köhler für die vorbereitenden Arbeiten (Reinigungsarbeiten an der Sandsteinsäule und der Sandsteinmauer im Umfeld) und der Firma Roland Schäfer für die unentgeltliche Stellung des Baugerüstes. Nach Abschluss der Arbeiten erstrahle die Mariensäule in neuem Glanz und die Madonna in neuem Gewand.
Ortsvorsteher Kurt Müller freute sich ebenfalls über die gelungene Restaurierung. Auch er dankte allen Beteiligten, besonders der Bürgerstiftung mit Vorsitzendem Roland Grimm, den Restauratoren, die eine einwandfreie Arbeit abgeliefert hätten, sowie den Mitgliedern der Kolpingfamilie und Bürgermeister Dr. Rippberger für die wohlwollende Unterstützung.
Die Denkmalpflege habe die Bürgerstiftung ausdrücklich in ihre Satzung aufgenommen, unterstrich Roland Grimm. Denkmäler seien Zeugnisse der Vergangenheit, wirkten aber auch in die Gegenwart hinein. Das Zeugnis der Religiosität und traditioneller Marienverehrung war in einem erbärmlichen Zustand, daher habe man sich dem Anliegen der Restaurierung unter kunsthistorischen und handwerklichen Aspekten gerne angenommen. Das Projekt Mariensäule habe auf der Liste ganz oben gestanden. Ihre Restaurierung sei nach der Beteiligung am Kinderspielplatz und der Stellung des Materials für das Kriegerdenkmal schon das dritte Projekt der Bürgerstiftung in diesem Jahr.
Markus Schmidgall freute sich über die gute Erfahrung, die man in Mudau machen durfte; man habe sich hier wie zu Hause gefühlt. Dafür dankte er der Gemeinde, die mit Rat und Tat zur Seite stand.
Mit einem gemeinsam gesungenen Marienlied wurde die Feier würdig beendet. Dem Betrachter der Mariensäule wird insbesondere die geänderte Farbgebung, vor allem des Mantels der Madonna, ins Auge fallen, zu der man sich auf Grund kunsthistorischer Überlegungen und des symbolischen Werts der verwendeten Farbtöne entschlossen hat. Die vorhandenen Goldtöne sollten nicht mehr im Vordergrund stehen.


(Pressebericht Alexander Ott; Rhein-Neckar-Zeitung vom 12. Oktober 2005; Text leicht gekürzt)